Da gibt es noch etwas, dass ihr wissen müsst

Is this the death of liberty
Is this the price that life has come to mean
All our friends, now enemies
The misery of
Bleeding, Bleeding

Fangen wir mit der Auflösung des letzten Rätsels an. Ihr habt es erraten, es ging um die Kalifornier von Ignite, deren Sänger bzw. seit 2019 Ex-Sänger Zoltán „Zoli“ Téglás ungarische Wurzeln hat. Diese betont er immer wieder, sei es durch Tattoos, Lyrics oder ungarisch gesungene Hidden Tracks. Ein Gastauftritt bei einer ungarischen Band, die neben nationalistischen auch antisemitische Ansichten vertritt, war vor ein paar Jahren ein großer Aufreger, war am Ende aber womöglich gar nicht so überraschend. In jedem Fall verliert die Band mit ihm eine markanteste Stimme und damit vielleicht sogar ihr Markenzeichen. Dass Zoli nun mit Ocean Hills ganz furchtbare Musik macht, ist irgendwie traurig. Nun… Was mir bleibt sind viele Erinnerungen an großartige Konzerte, als es noch keinen Auftritt bei Antisemiten gab und Ignite mit Our Darkest Days eines der Alben meiner späten Teenagerjahre veröffentlicht hatten.

Funfact zum Ende: Ignite hatten in den Anfangsjahren einen Drummer namens Casey Jones.

Auswertung und Dankesworte

Liebe Punker*innen,

zu allererst: vielen Dank, dass ihr auch dieses Jahr wieder fleißig beim Punkventskalender mitgemacht habt.

Wir sind jedes Jahrs aufs Neue voller nervösem Kribbeln, wenn wir am 1.Dezember das erste Rätsel in den Blog stellen und fragen uns, wie weit wir wohl schon im obskuren Bereich angekommen sind, obwohl doch immer noch ein paar große Namen fehlen. Obendrein ist es immer sehr schwer einzuschätzen, wie verklausuliert die formulierten Rätsel sind, bzw ob wir vielleicht nicht doch einmal zu sehr ums Eck gedacht haben.

Ich denke, dass Felix die gleiche kindliche Freude und auch ein wenig Erleichterung verspürt, sobald dann die ersten richtigen Antworten im Backend eintrudeln (Stimmt, Anm. v. Felix). Es soll am Ende ja auch für euch ein Spaß sein und, auch wenn ihr mal danebenlegt oder die euch Lösung partout nicht einfallen will, so habt ihr dann bestenfalls eine neue Band oder Künstler*in kennengelernt; das sind Kommentare, die uns natürlich auch freuen.

Dieses Jahr haben wir tatsächlich VIER Gewinner*innen, denn 4 (naja, 5) ist es gelungen an allen Tagen den*die richtigen Künstler*innen zu erkennen!
Herzliche Glückwünsche gehen an:

  • Marci
  • Stefan
  • Stroop
  • Team Chraake

Da wir aber nur einen Kalender für die richtigen Lösungen haben, muss eine Auslosung her und diese folgt jetzt in TIMOVISION *Trommelwirbel*:

Und das erwartet Dich:


12 von verschiedenen Twitterern (oder deren Nachwuchs) handgezeichnete Kalenderblätter von Bands, die teilweise auch schon hier bei uns vertreten waren, die jeden Monat zieren und die wir dieses Jahr leider nicht haben live sehen können. Auch von mir ist eines dabei.

Es sei euch auf jeden Fall versichert, dass wir auch für den Dezember 2021 immer noch reichlich Bands zur Auswahl haben und es kaum erwarten können “Ach, die hatten wir noch gar nicht?!” in unseren Kommentaren zu lesen :).
Ihr könnt es übrigens sehr einfach überprüfen, welche Bands es bereits in den Vorjahren zu erraten gab, in dem ihr oben im Menü die Unterseite Was bisher geschah aufruft, die Felix dankenswerterweise angelegt hat.

Obendrein gibt es vom wunderbaren yellowled erstellte Spotify-Listen zu den vergangenen Jahren. Auch dafür nochmals von mir ein herzliches Dankeschön!

Zu guter Letzt natürlich ebenfalls, aus den Tiefen meines Herzens, ein extradickes DANKE an meinen Mitstreiter Felix. <3

Kommt gut durch die Feiertage sowie ins neue Jahr und ganz vielleicht haben wir ja in 2021 mal wieder die Chance uns auf einem Konzert freundlich zuwinken.

Tim.

Wenn ihr dachtet, dass das schon das Ende ist, muss ich euch enttäuschen. Auch ich möchte noch ein paar Worte zum Punkventskalender 2020 verlieren. Zunächst einmal gilt mein Dank natürlich Tim – für wundervolle Beiträge, das nächtliche Freischalten der Kommentare und das Auswerten der meisten Antworten sowie für die rege Interaktion mit euch in den Kommentaren, die bei mir etwas argh kurz kam. Sorry.

Darüber hinaus gilt mein Dank natürlich euch für eine unfassbare Menge an Antworten, Klicks, Hirnschmalz, Teilungen der Rätsel und was weiß ich noch alles. Der Punkventskalender 2020 ist der mit Abstand meistfrequentierte. Er hatte erstmalig mehr als 1000 Besucher, über 500 Klicks mehr als das Vorjahr und vor allem über 150 Antworten mehr als das bisherige Rekordjahr 2018. Das ist wirklich der Wahnsinn.

13 rätselnde Personen oder Teams haben 20 oder mehr Antworten abgegeben, weitere vier mindestens 10. Insgesamt gab es 405 Antworten von 34 Personen. Davon waren 380 richtig und 25 falsch. Eine falsche Antwort ist dabei besonders ärgerlich und verhinderte einen weiteren perfekten Punkvent. Es ist jene von Ch_Bonn im 16. Türchen, bei der die Antwort eigentlich nah dran, aber eben doch vorbei war. Auch eine Nichtteilnahme verhinderte die perfekte Vorweihnachtszeit. Was war nur bei BLA13 bei Tür Nummer Vier los?

Blicken wir noch kurz auf ein paar besondere Türchen. Tür Nummer Eins war wie immer die mit den meisten Interaktionen und hatte 27 Antworten, von denen alle richtig waren. Davon war Tür Nummer Vier weit entfernt. Diese hatte zwar immerhin 16 Antworten, von denen aber fünf falsch waren. Die wenigsten Antworten hatten die Türen 19, 20 und 22 (je 13), weniger richtige Antworten als Tür Vier hatte aber auch keines dieser Rätsel.

Die 30 Teilnehmer*innen, die keinen perfekten Punkvent hatten, haben durch ihre Teilnahme immerhin die Chance auf den zweiten Kalender. Wer gewonnen hat, seht ihr im Video. Sicherheitshalber wurden noch zwei Nachrücker*innen gezogen.

Die Gewinner*innen mögen sich bitte bei uns melden, damit die Chance besteht, dass die Kalender rechtzeitig vor dem Jahreswechsel bei euch eintreffen.

Ansonsten bleibt nicht mehr viel zu sagen. Die Hoffnung auf Konzerte 2021 stirbt zuletzt und der Punkventskalender 2021 ist definitiv sicherer als ein normales Weihnachten 2020 und die Rente zusammen. Bleibt gesund, bleibt laut und passt aufeinander auf.

Felix

Tür Nummer Vierundzwanzig

Wenn ich dich sehe, müssen meine Augen kotzen
Für dich bin ich ’ne blöde Emanzenlesbenschlampe
Danke fürs Kompliment!

2015 in Göttingen gegründet proben Deutsche Laichen mittlerweile in Berlin. Sich selbst bezeichnen sie gerne als “Pöbel-Punk”, aber wenn ich das ins Rätsel geschrieben hätte wäre das suchmaschinen wohl noch einfacher gewesen ;)

Wie dafür im Rätsel ewähnt, sprechen sie auf ihrem ersten Album (2019 bei Zeitstrafe erschienen) textlich eine klare Sprache: sei es das Recht auf Selbstbestimmung über den eigenen Körper (My cunt my business) oder dem ironischen Umgang mit dem Spruch, das frau ja viel schöner sei, wenn sie denn “nur mal öfters lächeln” würde (Du bist so schön wenn Du hasst).

Dieses Jahr im September legten sie dann mit Team Scheiße eine EP in Eigenregie nach, in der sie sich mit den immer stärker werdenen Rechten in Deutschland, aber auch kritisch mit den Strukturen in der Linken beschäftigen. Der Vorwurf lautet hierbei, dass es einfach ist AfDler als Rassisten zu bezeichnen, aber eigenes rassistisches Handeln, zB in dem ausschließlich weiße Bands, aber keine mit PoC gebucht werden, nicht erkannt werden. Ein ausführliches Interview mit der Band, inkl. ihrer Hintergründe zur Team Scheiße-EP könnt ihr bei krachfink.de nachlesen.

Um wen geht es heute?

Hätte man 2006 beim U2-Cover schon ahnen können, dass der Sänger mit ungarischen Wurzeln sich 2019 abwenden würde, um einen auf Nickelback zu machen? Wohl eher nicht. Die Flamme dürfte mit seinem Ausstieg aber erloschen sein. Womöglich gelingt es aber sie nochmal zu entzünden, schließlich haben sie sich offiziell nicht aufgelöst.

Tür Nummer Dreiundzwanzig

Das ist alles
Das ist nichts
Das ist auch nicht grade viel
Das ist eine Handbreit Wasser unterm Kiel

Natürlich stellt Oldenburg (Oldb), welches die Heimatstadt von Disco//Oslo ist, in der klassischen Definition keine Provinz dar. Aber irgendwie habe ich Oldenburg deutlich weniger Einwohner zugeordnet als es eigentlich hat und außerdem habe ich, glaube ich, sowieso eine völlig versprengte Vorstellung von Niedersachsen abseits von Braunschweig und Hannover. Das Ganze wird nicht besser, wenn die gesuchte Band auf ihrer Homepage „Die „harte Schule“ der norddeutschen Kleinstadt geht an Keinem spurlos vorbei.“ schreibt. Also… Sorry Oldenburg. Ihr seid nicht Provinz. Disco//Oslo sind hingegen immer noch zu klein auf der deutschen Punkrocklandkarte. Ob das daran liegt, dass Tenzins Erscheinung nicht mit seiner Stimme zusammenpasst? Keine Ahnung. Ich freue mich jedenfalls auf neue Konzerte und neues Material.

Um wen geht es heute?

Es ist wirklich purer Zufall, aber wir bleiben Niedersachsen treu (auch wenn die Band mittlerweile in Berlin beheimatet ist), wo der wütende, queer*feministischer Punkrock der heute gesuchten Band entstanden ist, der teils in deutscher und teils in englischer Sprache daherkommt. Nachdem im letzten Jahr das selbst betitelte Debüt-Album in leuchtender Farbe und mit einer wenig subtilen (aber jugendfreien) Bildersprache erschien, haben sie diesen Spätsommer noch eine kleine EP nachgelegt.

Waren es beim Erstling noch die üblichen Verdächtigen (sei es misogynistische Männer, die Polizei oder der derbe Verweis darauf, das ihr Genital ud was sie damit anstellen nur sie was angeht), die ordentlich was auf die Ohren bekamen, machen sie beim kleinen Nachfolger der eigenen Szene Vorwürfe den Rassismus in der eigenen Reihe nicht wahrzunehmen (oder wahrnehmen zu wollen).

Tür Nummer Zweiundzwanzig

Hallo Deutschland, Du Sau!
Immer noch am Leben
Und ich immer noch dagegen wie bisher.
Eine Mauer abgebaut
Tausend neue aufgeplustert

Gesucht waren Kackschlacht aus Braunschweig, die nicht nur einen famosen Namen haben, sondern nebenbei auch noch beweisen das gnadenlos runtergeprügelter Deutschpunk nicht immer nur primitves “SAUFEN UND FICKEN!”-Gröhlen beinhalten muss.

Mein persönliches Hightlight ihres Debütalbums Kackschlacht 2018 ist dabei, sehr treffend benannt, Das Lange Lied, das auf eine Spielzeit von 5:41 min kommt.

Um wen geht es heute?

Wir reisen noch einmal in die niedersächsische Provinz. Keine Ahnung warum wir dieses Jahr gefühlt ständig dort anhalten. Aber Ahnung ist mitunter ja sowieso Mangelware. War bei mir z. B. so, als ich den Bandnamen das erste Mal las und in meinen Gedanken ein so großer Bruch war, dass ich nicht verstand, dass es sich nicht um zwei sondern um eine Band handelt. Verdammte Satzzeichen. Auch wenn ich sie deshalb vor dem Konzert nicht probehören konnte, habe ich sie im Club richtig gefeiert. Auch wenn ich mich dabei, entgegen des Bandnamens, nicht in einer skandinavischen Hauptstadt befand.

Tür Nummer Einundzwanzig

So many times when I felt down
You picked me off the ground
And put me back on my feet

Die gesuchten Gardinen waren natürlich schwedische. Es ging jedoch nicht um die in Punkventskalenderkreisen so geliebten The Baboon Show oder um Millencolin sondern natürlich um Satanic Surfers. Rodrigo Alfaro war zunächst nur der Schlagzeuger der Band, übernahm aber noch vor dem ersten Album 1996 zusätzlich den Gesang. Die Schlagzeugstöcke ruhten zwischenzeitlich ebenso wie die Band selbst, mittlerweile ist aber alles wieder an seinem angestammten Platz. Die Satanic Surfers stehen auf der Bühne und Alfaro bearbeitet Mikrofon und Drums gleichzeitig.

Um wen geht es heute?

Es soll Familien- und Weihnachtsfeste geben, bei denen so viel Exkrement verschleudert wird, dass es dem Namen der Band gleicht die wir heute suchen.

Nur mit Schlagzeug und Gitarre spielen die beiden Brüder wütenden Deutschpunk der konsequent mit maximal 2 Minuten auskommt (die Ausnahme heißt dann auch entsprechend) und als PWYW bei Bandcamp digital gekauft werden kann. Mit Album-Titeln halten sie sich auch nicht lange auf, stattdessen folgt dem Bandnamen lediglich das Jahr des Erscheinens.

Tür Nummer Zwanzig

People tell policemen
They’ve met their match
They planted on desert sand
The Dicks were hatched
Dicks hate policemen and it’s true
You can’t find justice it’ll find you

CN N-Wort in den Lyrics

1984 widmeten die Butthole Surfers Gary Floyd ein Lied und ein paar Jahre später coverten Mudhoney Hate the police. Ihr habt es gut erkannt: gesucht waren The Dicks aus Austin, Texas.

1983 zog es Sänger Gary Floyd nach San Francisco, wo er die Band neu besetzte, 1986 aber auflöste. Danach gründete er u.a Sister Double Happiness und The Gary Floyd Band.

2004 gab es dann eine Reunion mit seinen ersten Band-Kollegen, nur die Gitarre musste neubesetzt werden, da Glen Tayor 1997 verstarb. Sehr viel neues Material gab es allerdings nicht. 2016 spielten sie schließlich ihr letztes Konzert an dem Ort an dem 1980 alles begann: in Austin, wo es nach dem 30.10. aufgrund der großen Nachfrage ein zusätzliches Abschlußkonzert am 31.10. gab. Als letztes Lied spielten sie natürlich Dicks hate the police.

Um wen geht es heute?

Die gesuchte Band hat nichts mit landestypischen Gardinen am Hut, dafür aber mit der Skate-Punk-Welle der 90er. Ihr Name legt nahe, dass sie das Brett, vom singenden Schlagzeuger getrieben, lieber unchristlich auf einer solchen reiten statt sich im Skatepark aufzuhalten.

Tür Nummer Neunzehn

Doch sie will ja auch nicht klagen
Und sie muss jetzt etwas sagen
Und das Leben ist wie man so hört kein Ponyhof, kein Wunschkonzert
Und in ungewissen Zeiten ist die Freiheit zu entscheiden ein Luxus

Ja, die Herren von Muff Potter waren tatsächlich noch nicht im Punkventskalender. Ich war auch ein wenig überrascht und hatte sicherheitshalber nochmal nachgesehen. Während die im Rätsel umschriebenen Bordsteinkantengeschichten wohl in vielen Plattensammlungen stehen, dürfte das Potpourri namens Colorado wohl bei manchen fehlen. Dessen Titel hat wohl eher bei Haribo als im US-Bundesstaat seinen Ursprung, aber ein wenig Verwirrung stiften, konnte ich mir nicht verkneifen. Ob es etwas gebracht hat? Wenn ich in die Kommentarspalte schaue, kann die Antwort wohl nur Von wegen, Heute wird gewonnen, bitte lauten.

Um wen geht es heute?

Sie sind Veteranen des amerikanischen Hardcore-Punk und betrieben bei ihrer ersten Single nicht nur namedropping, sondern machten auch klar was, bzw wie wenig, sie von den Ordnungshütern halten; auch Homofeindlichkeit und Rassismus sind wiederkehrende Themen in ihren Texten.

Nach ein paar Jahren zog der offen homosexuell lebende Sänger in einen anderen Bundesstaat, wo Hardcore blühte und sein Lebensstil wohl als weniger sündig betrachtet wurde. Dort führte er die Band in neuer Besetzung weiter, bevor sie sich noch in den 80ern auflöste.

Wie früh sie dennoch die Szene beeinflussten erkennt man u.a. daran das ihrem übergewichtigem Sänger noch während der ersten Schaffensphase der Band ein Lied gewidmet wurde. Er gründete nach der Auflösung verschiedene andere Bands, u.a. auch eine die seinen Namen trägt.

In den 2000ern gab es dann ein großes Comeback fast komplett in Original-Besetzung, wenn man von einem vorher verstorbenem Bandmitglied absieht. Vor ein paar Jahren spielten sie dann ihren endgültig letzten Gig und beendeten diesen mit dem Lied mit dem 36 Jahre vorher alles begann.

Tür Nummer Achtzehn

It’s my life to choose
Not bigots or misogynists
Not even alt left liberalists
It’s their fight to lose
I’m a modern anarchist
A punk rock existentialist
Who wants to make the whole world feminist

2011 gegründet brachten Bad Cop Bad Cop erst 2 EPs in Eigenproduktion heraus, bis Sängerin Stacey Dee ihren Freund Fat Mike endlich überzeugen konnte sich doch mal eines ihrer Konzerte anzugucken. Eine Woche später hatten sie einen Plattenvertrag bei Fat Wreck und brachten dieses Jahr mit The Ride bereits ihr drittes Album raus.

Fat Mike war es auch der Stacey Dee half in die Reha zugehen, um ihre Drogenprobleme in den Griff zu bekommen. Es ist gut möglich dass er damit nicht nur sie, sondern auch die Band gerettet hat.

Um wen geht es heute?

Wüsste man nicht, dass sie nach einem Romanlandstreicher benannt sind, könnte man meinen sie töpfern Handwärmer. Machen sie natürlich nicht, weder in den ersten 16 Jahren noch in den letzten beiden. Stattdessen erzählen sie uns von teilweise abgesenkten Straßenbegrenzungen und US-Bundesstaaten.

Tür Nummer Siebzehn

fuck it up
i’m standing strong
living the words from this song

Ob der/die bandgebende Mensch oder Figur nun ein Eisenbahnheld oder doch ein Teenage-Mutant-Ninja-Turtles-Charakter war, ist anhand der Quellen nicht ganz klar. Was dafür klar ist, ist die Straight-Edge-Einstellung der Band, welche aus Teilen der Metalcorekombo Evergreen Terrace bestand. Gesucht waren Casey Jones.

Um wen geht es heute?

Der Name, den sich die heute gesuchten Damen aus Kalifornien für ihre Band gegeben haben, sagt wohl viel darüber aus, wie sie zur Exekutive stehen und bezieht sich auf eine Redensart, die eine Methode beschreibt, die angeblich gerne angewendet wird um Informationen aus von ihnen Befragten herauszuholen.

Tür Nummer Sechzehn

Laßt uns trinken Brüder und Schwestern dieser Welt
auf die Bürokratie, die hier regiert
und ein Hoch auf alle die, die nur trinken und nichts tun
laßt uns trinken, auf das daß Grau unsrer Zeit
nicht eskaliert

Ich musste sehr schmunzeln als alex_berz schrieb wie er Schrottgrenze zusammen mit den gesuchten The Wohlstandskinder gesehen hat. Sie selber beschreiben ihre Musik zwar als Provinzrock1, aber so eine gute Prise Punk und gelegentlich etwas Ska haben sie doch dabei.

Noch während die, äh, The Wohlstandskinder bestanden, gründeten Schlagzeuger Caddy und Gitarrist Türk Travolta mit Hasan Onay und Claus Lüer von Knochenfabrik im Jahr 2000 Casanovas Schwule Seite als Nebenprojekt.

2005 lösten sich W$K dann mit 6 Studio-Alben im Gepäck auf und die Mitglieder verteilten sich auf diverse andere Bands. Seit 2010 schwingt Caddy als Caddolf bei Chefdenker die Trommelstücke.

1 Ihre Heimatstadt Overath teilt sich den Namen mit Wolfgang Overath, der 1974 mit der deutschen Herrenmannschaft Fußball-Weltmeister wurde.

Um wen geht es heute?

Was passiert, wenn man Straight-Edge-Hardcore, einen heldenhaften Lokomotivführer und ein Stück der Straße der Familie Simpson in einen Topf wirft? Richtig man erhält die heute gesuchte Band und das muss an Hinweisen auch schon reichen.