Tür Nummer Sechzehn

I’m parting the sea between brightness and me
Before I drown myself and everyone and everything

Wer Touché Amoré nicht kennt, verpasst eine der besten Hardcorebands der jüngeren Zeit! Und kennt wahrscheinlich auch deren Album Parting the Sea Between Brightness and Me nicht. Ohne die Kenntnis dieses Albums und/ oder der ersten zwei Zeilen des Opening Tracks (siehe oben) ist es zugegebenermaßen beinahe unmöglich das gestrige Rätsel zu lösen. Wenn man Jeremy Bolm auf den ersten beiden Alben lauscht, macht man sich zwangsläufig Sorgen um ihn.

I feel what’s best for everyone is to forget about me when I’m gone

Überraschenderweise war das dritte Album Is Survived By auf einmal deutlich positiver. Es schien ihm gut zu gehen. Die Band war viel auf Tour und spielte sogar auf Mainstreamfestivals wie dem Highfield. Und dann platzt in diese scheinbar endlich heile Welt die Nachricht, dass Bolms Mutter an Krebs gestorben ist. Er verarbeitet diese Zeit schließlich auf Stage Four in einer unfassbaren Art und Weise, spricht in Interviews erstaunlich offen darüber wie sie das Haus ausräumten und hat mit Touché Amoré letztlich eines der persönlichsten Hardcorealben der jüngeren Vergangenheit geschaffen.

I apologize for the grief
When you’d talk about belief
I didn’t know just what to say
While watching you wither away

Um wen geht es heute?

Diese Band aus dem Vereinigten Königreich trägt ihre Herkunft bereits im Namen und existiert mittlerweile ebenfalls seit über 40 Jahren, wobei sie ihr Publikum nach wie vor mit Live Auftritten begeistert. Bemerkenswert sind die Anfangsbuchstaben der Titel ihrer (offiziellen) Alben, die in der Reihenfolge ihrer Veröffentlichung das Alphabet bilden. Folgerichtig verkündeten sie, dass das 2016 erschienene mit Z beginnende Album ihr letztes sei, sie aber noch EPs veröffentlichen wollen.