Tür Nummer Vierundzwanzig

Nichts ist leicht
Nein, das habe ich nie gesagt

Ich war wohl doch etwas zu unkonkret. Gesucht waren Love A. Die Band um Sänger Jörkk Mechenbier hat mittlerweile vier Alben veröffentlicht und ist in ihren Texten oft schonungslos und hält einem den Spiegel vor.

Nur wer mal aufgestanden ist, der darf sich setzen
Und darum bleiben hier so viele Stühle leer

Nichtsdestotrotz hat Mechenbier auf der Bühne immer ein Lächeln auf den Lippen und man hat den Eindruck, dass er eine kindliche Begeisterung für Musik und Leben nicht verloren hat.

Um wen geht es heute?

Dem Sänger und Mit-Namensgeber der heute gesuchten Band wurde jüngst die Einreise in die USA verweigert, wo er eigentlich ein paar Konzerte spielen wollte, weil die Behörden sein Auftreten als Trump-Parodie bei einigen Shows nicht besonders lustig fanden. Der Brite verkündete daraufhin nie wieder in den USA spielen zu wollen. Das ist für jüngere Fans sicherlich ärgerlich, die Älteren dürften seit der Gründung 1978 wohl schon die eine oder andere Show gesehen haben.
Musikalisch bewegen sie sich zwischen Punkrock und Oi, während es textlich oft in derben Worten, aber fast immer mit einem Augenzwinkern, um so ziemlich alles geht, was einen working class Punk bewegt (auch wenn sie zumindest ihren Alkoholkonsum, so man ihrem bekanntesten Lied glauben schenken darf, nicht mehr in Kneipen nachkommen können). Ihren besonderen Humor zeigten sie, als sie ein ganzes Album mit Songs eines bekannten Produzenten-Trios aus den 1980ern aufnahmen.